Meldung · Souveräne Software

Nextcloud Hub 26 Summer bringt Team-Arbeitsbereiche und Office-Client für den Desktop

· Redaktion Umbrecher

Die neue Nextcloud-Version ergänzt eine Teams-App, einen Desktop-Office-Client und ein Governance-Add-on – entwickelt teils gemeinsam mit öffentlichen Anwendern wie Dataport.

Was passiert ist

Die Nextcloud GmbH hat am 16. September 2026 Nextcloud Hub 26 Summer vorgestellt. Kern ist die neue App „Nextcloud Teams“: Jedes Team erhält einen eigenen Arbeitsbereich mit Dateien, Aufgaben und Ressourcen, Administratoren können Speicherkontingente festlegen. Deck-Boards und Collectives können nun einem Team statt nur ihrem Ersteller gehören. Laut Nextcloud wurde Teams gemeinsam mit dem norddeutschen IT-Dienstleister Dataport entwickelt.

Weitere Neuerungen: ein Desktop-Client „Euro-Office“ für Windows, Linux und macOS, Kanäle und Ankündigungen in Talk, Kommentare und Fußnoten im Texteditor, relationale Spalten in Tables sowie ein überarbeitetes Fotos-Modul. Als Early Access gibt es „Nextcloud Governance“, ein Compliance-Add-on mit Legal Hold, Aufbewahrungsfristen und Vertraulichkeitskennzeichnungen.

Einordnung

Die Release-Schwerpunkte zeigen, wohin sich Nextcloud entwickelt: weg von der reinen Dateiablage, hin zu einer vollständigen Arbeitsplattform, die mit Microsoft 365 konkurriert. Für Unternehmen mit Aufbewahrungs- und Compliance-Pflichten ist das Governance-Add-on interessant, sollte im Early-Access-Stadium aber zunächst getestet werden. Dass öffentliche Einrichtungen wie Dataport, SURF oder das Land Schleswig-Holstein laut Nextcloud Funktionen beigesteuert haben, unterstreicht die Rolle der Verwaltung als Treiber souveräner Software.

Quellen