Meldung · Souveräne Software
openDesk öffnet sich für private Cloud- und IT-Dienstleister
ZenDiS hat ein Partnerprogramm gestartet, über das erstmals auch privatwirtschaftliche Anbieter eigene openDesk-Enterprise-Angebote entwickeln können.
Was passiert ist
Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) hat am 23. September 2026 ein Partnerprogramm für openDesk gestartet, die vom Bund geförderte Open-Source-Bürosuite. Nach Angaben von openDesk können damit neben IT-Dienstleistern der öffentlichen Hand erstmals auch privatwirtschaftliche Cloud- und IT-Dienstleister eigene openDesk-Enterprise-Angebote entwickeln. Die Aufnahme erfolgt über ein offizielles Akkreditierungsverfahren; die technischen Kriterien unterscheiden sich je nach Partnerkategorie. Namen erster Partner nennt die Ankündigung nicht.
Kurz darauf, am 1. Oktober 2026, erschien openDesk 1.19. Die Version bringt das Whiteboard NeoBoard (standardmäßig deaktiviert), stellt die Videotelefonie im Chat auf Element Call und LiveKit um und passt alle Komponenten an das Kubernetes-Sicherheitsprofil „Pod Security Standard Restricted“ an.
Einordnung
Bislang richtete sich openDesk vor allem an Behörden. Mit dem Partnerprogramm entsteht ein Weg, die Suite – bestehend aus etablierten Open-Source-Komponenten wie Nextcloud, Collabora, OpenProject und XWiki – auch als Dienstleistung für Unternehmen anzubieten. Für den Mittelstand könnte das mittelfristig eine betreute, souveräne Alternative zu US-Bürosuiten bedeuten. Wie Preise und Servicelevel aussehen, hängt von den künftigen Partnern ab und ist noch offen.